bergen - Gegenteil von Stadt Obwohl man sich selbst gerne als Indiefolk-Band bezeichnet, ist immer eine große Kelle Pop dabei. Wenig Strukturbrüche und Verwerfungen, sondern klare Linien und Melodien, die dafür aber haften bleiben. Wer möchte kann das gerne als naiv bezeichnen. Wahrscheinlich ist das ohnehin die wahrste Aussage, die man bezüglich bergens Musik überhaupt treffen kann.
Nicht nur, dass hier neben knarzigen Gitarren und Bässen zuweilen Glockenspiele, Klarinetten, Melodikas, Bababa-Singstimmen, Streicher und schmeichelnde Bläser am Werk sind, auch textlich sind viele der Lieder mindestens mit dem Wort ,sonderbar' zu beschreiben. Vieles bleibt abstrakt, manches könnte man einfältig nennen, anderes erscheint, als wäre es in der Privatsprache eines Liebespaares formuliert.
Bereits 2005 schrieb die Süddeutsche Zeitung über ein Konzert der Mittzwanziger: "Die Band bergen aus Dresden macht genau die Musik, die Element of Crime machen würden, wenn sie zwanzig Jahre jünger wären."
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