Einen Einblick in die traditionelle Musik der osteuropäischen Juden geben "Di Chuzpenics" aus Kiel am Karfreitag, 10. April, in der Fürther "Kofferfabrik". Neben instrumentaler Klesmermusik und jiddischen Liedern gibt es Informationen zur Kultur der jüdischen Musik: Oboistin Christine v. Bülow geht in ihrer Moderation auf die einzelnen Lieder und deren jeweiligen Hintergrund ein.
Rumänische Klagelieder, ungarische Wirbeltänze, russische Walzer und polnische Trampelpolkas klingen an, wenn "Di Chuzpenics" zu hören sind. Oboe, Geige, Quetsche, Baß und Gesang schlingen sich umeinander, necken sich und toben gemeinsam davon. Neben alten Volksliedern kommen auch moderne Kompositionen innerhalb der Klesmer-Tradition zu Gehör. Die Lieder singt Martin W. Luth ausschließlich in glasklarem Jiddisch. Aber keine Sorge: Auch ohne Sprachkenntnisse und mit ein wenig Hilfe durch die Moderation erschließen sich die Geschichten, die da erzählt werden. Von den "Kinderjorn", an die man sich wehmütig erinnert: "Oj, wi schnel bin ich schojn alt geworn!" Von Not und Wut, wenn "`Ss brent", oder vom großen "Glik", das manchmal einfach in einem unvergleichlich leckeren "Borscht" besteht oder in der Frau, die es kochen kann...
"Glik" ist auch der Titel der brandneuen, vierten CD von "Di Chuzpenics"! Sie ist im Februar 2008, wieder bei dem Berliner Label Silberblick-Musik, erschienen.
"Di Chuzpenics" sind:
Martin W. Luth - Lead-Gesang
Jule Schwarz - Geige, Gesang
Christine v. Bülow - Oboe, Englischhorn, Gesang
Martin Quetsche - Akkordeon, Gesang
Kay Krügel - Kontrabaß, Gesang
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